EYE-Open

Der programmierende Fotograf oder der fotografierende Programmierer

360° Panorama - Zeigen sie mehr!

Aug 142017

Sie wollen auf Ihrer Webseite dem Betrachter ein Raumgefühl geben und nicht einfach nur Produkte her zeigen?

Besonders in der Architektur, Innendesigner, bei Schauräumen oder Geschäftslokalen ist es schwierig ein Bild zu zeigen, dass den ganzen Raum wieder spiegelt. Bei einem Panorama stellen sie den Betrachter virtuell in den Raum und lassen ihn selbst umschauen. So bekommt man eine Idee von Raumgröße und Wirkung auf den Betrachter.

Inzwischen hat jedes Telefon schon eine Panoramafunktion. Hierbei werden die einzelnen Bilder (jeweils andere Belichtung und Weißabgleich) automatisch verbunden.

undefined

Dabei können je nach Motiv auch Fehler entstehen. Siehe Das Bild oben! Zusätzlich ist die Auflösung der Bilder begrenzt. Es reicht für einen kurzen Blick, aber Details sind nicht mehr gut zu sehen.

Die zweite Möglichkeit sind 360° Kameras. Mittlerweile gibt es schon einige am Markt, auch solche die Videos erstellen können. Die einfachsten bestehen aus zwei Kameras die mit großen Fischaugenlisen Bilder machen und diese automatisch zusammenschneidet. Man kann sich vorstellen, das es hier weniger Fehler, dafür aber mehr Farbprobleme gibt. Zwei Fotos ergeben zusammen auch noch weniger Details als bei der Handymethode.
Teurere Modelle mit mehr Kameras (als Ball) machen da natürlich bessere Fotos. Die Objektive und Kameras sind aber Handyqualität.

Kommen wir zu meiner bevorzugten Methode.

 Diese Methode verwendet nur eine Kamera, die aber mehr Bilder macht. Ähnlich der Handymethode werden hier mit einer DSLR (Vollformat) und einem guten Objektiv mehrere Bilder geschossen. Damit es nicht zu den Problemen wie beim Handy kommt muss man

folgende Dinge beachten:

  • Immer ein Stativ mit Nodaladapter verwenden
    Bei den Aufnahmen muss man sich um die erste Linse des Objektives drehen und nicht die Kamera umherschwenken. Der Nodaladapter gleicht die Bewegungen aus. Dazu muss er für Kamera und Objektiv genau justiert werden. Sonst entstehen Parallaxenfehler (Siehe im oberen Bild, das Geländer)
  • Manueller Modus
    Die Kamera muss komplett manuell bedient werden.
    Fixer ISO, Verschlusszeit und Belichtungszeit. nur so werden alle Bilder gleich und können später zusammengesetzt werden.
  • Manueller Fokus
    Es ist schlimm, wenn sich dauernd der Fokus verschiebt und alles ungleichmäßig scharf wird. Die Bilder finden so später nicht zusammen
  • RAW
    nicht zwingend, aber er hilft unheimlich. Im Raw Modus werden dann die Bilder mit dem gleichen Profil entwickelt. Das garantiert super Panos.

Was kann bei so einem Pano schlief laufen und was kann man dagegen machen?

  • Die Kamera verstellt sich
    Hab den Focus Lock vergessen! Mit dem Fuß das Stativ verschoben! Batterie leer? - In diesem Falle: Pech gehabt. Zurück zum Start und beginnen sie von vorne.
  • Gleichzeitig zu Hell und zu Dunkel
    Bei Gebäudeinneren passiert es immer wieder, dass der Raum zu dunkel ist und die Sonne beim Fenster voll reinknallt. Mit Blitz aufhellen ist möglich, aber auch schwierig. Wo stellt man ihn den hin? Und umstellen ist nicht, sonst passen die Schatten nicht.
    Also entweder Vorhänge zu, anderer Tag oder HDR. Stell auf deiner Kamera ein Bracket ein und mach zwei oder drei Bilder. HDR Panorama. Bitte bei der Ausarbeitung keinen zu starken HDR Effekt drauflegen. Ideal ist, wenn man das HDR später nicht mehr bemerkt, aber die Belichtung passt.
  • Leute laufen durch
    Passiert immer wieder. Am besten, kurz warten und dann nochmal abdrücken. Bei den Panoramaprogramm später eine Maske über die Leute legen und weg sind sie. Aufpassen auch bei Kameraschlaufen oder im Falle von Bodenaufnamen, die eigenen Schuhe. Die wollen auch immer gerne ins Bild.

Ich hab die einzelnen Bilder - Wie weiter?

Super. Der schwierige Teil ist erledigt, nun beginnt der Nervenaufreibende. Hab ich alles richtig gemacht? Hab ich nichts vergessen?

Ich verwende (unter Linux) Darktable für die Rawauswertung und Hugin für das Stitchen. Dabei werden die berechneten Bilder mit Enblend und Enfuse ideal zusammenverbunden.

Merkt man was? Die Berechnung dauert viel länger und selbst der schnellste PC kommt so ins schwitzen. Hier wird auch viel genauer berechnet als beim Handy oder der fertigen 360° Kamera.

Wie schaut dein Setting aus?

  • stabiles Stativ
  • Nikon D610
  • 24-70 2.8 (Normalerweise auf 24mm => 30 Einzelbilder)
  • Nodaladapter (Manuell mit 15° Schritten)
  • Ersatzakku
  • Darktable
  • hugin
  • pano2vr von Gardengnome

 undefined

Merken

Merken

Merken

BNI - Business Netzwerk

Jul 172017

Meine Erfahrungen im BNI Netzwerk

undefined

Seit nun schon mehr als zwei Jahren bin ich im BNI Netzwerk Lichtbogen - Waidhofen an der Ybbs.

BNI Lichtbogen Webseite: http://www.bni-noe.at/chapter-lichtbogen-waidhofen-an-der-ybbs/chapterdetails.php?chapterId=10496&t=f964571a989089c46a790c3040458beb220abbeb6d36e7d7338edb91e9f39626&name=BNI%20Lichtbogen%20BNI%20(Waidhofen%20an%20der%20Ybbs)

BNI Lichtbogen Facebookseite: https://www.facebook.com/BNI.Lichtbogen.Waidhofen/

Was ist BNI?

Bei BNI handelt es sich um ein Netzwerk von Firmen. Die einzelnen Gruppen (Chapter) sind örtlich verteilt (in meinem Falle: Waidhofen an der Ybbs, Amstetten, Purgstall, Haag, ...). In Gesamt NÖ gibt es derzeit 17 Gruppen mit insgesamt 570 Unternehmern. Diese brachten 2016 allein in NÖ einen Zusatzumsatz von 30 Mllionen Euro (Zahlen von bni-noe.at)

In jedem Unternehmerteam ist jedes Gewerk nur einmal vertreten. So werden Überschneidungen verhindert.
Um aufgenommen zu werden, muss man sich bewerben.
Nach einem Jahr muss man sich für eine Verlängerung bewerben. Schwarze Schafe werden so schnell ausgesiebt.

Die Mitglieder trifft sich wöchentlich (klingt anfangs sehr oft, macht aber bei genauen Betrachten wirklich Sinn) in der Früh zu einem Frühstück. Hier wird aber nicht nur gegessen sondern wirklich laut Plan vorgegangen - Strukturiertes Frühstück

Der Zweck der Veranstaltung ist die Erhöhung des Umsatzes der einzelnen Mitglieder. Mit dem Gedanken "Wer Gibt, Gewinnt!" schaut jedes einzelne Mitglied was es für die anderen Mitglieder tun kann.

Was passiert bei so einem Frühstück?

Überall gibt es die gleiche Agenda (in NÖ, in Spanien, in USA, ....).
Vor dem Start ist die Zeit des freien Netzwerkens. Hier werden Geschäfte angebahnt und Termine ausgemacht.
Beim Frühstück selbst darf jedes Mitglied und im Anschluss jeder Gast sich und sein Gewerk 50 Sekunden lang vorstellen. Alle anderen sind komplett fokussiert und schreiben sich Suchkontakte oder Informationen auf. Natürlich hat man nicht jede Woche was neues zu berichten, aber auch bekannte Informationen können aufgefrischt werden.
Ein Mitglied hat dann noch 10min Zeit um sich genau vorzustellen.

Danach ist die Engagementrunde. Hier wird jedes Mitglied gebeten zu zeigen, welche Aufträge in der vergangenen Woche vergeben wurden.
Aufträge, Umsatzrückmeldungen, Testimonials, 4 Augen Gespräche werden schriftlich festgehalten. Nur so können wir auch kontrollieren, ob und wie viel es für den einzelnen bringt.

Warum machst du das?

Für mich als Einzelunternehmer (Fotograf) ist es in der Geschäftswelt oft nicht leicht. Kundenakquise verschlingt den Großteil der Zeit. Oft fühlt man sich mit dem Rücken zur Wand. Hier hat man aber noch ein Netzwerk hinter sich. Durch Synergien mit anderen oder Kontakte erschließen sich schnell noch weitere Möglichkeiten.

Das Netzwerken bleibt nicht in der Gruppe. Wie anfangs gesagt gibt es mehrere Gruppen. Es steht frei jederzeit eine andere Gruppe als Gast zu besuchen und seine Dienstleistung auch dort anzubieten. Sollte es Überschneidungen geben, differenziert man sich über sein Spezialgebiet.

Was kostet das?

Es gibt einen jährlichen Mitgliedsbeitrag und die Kosten für das Frühstück sind noch extra zu zahlen. Dazu muss man sich bewerben. Die Mitglieder prüfen die Bewerbung (Referenzen, Überschneidungen, passt man überhaupt zur Gruppe). Nur wer einen positiven Bescheid bekommt, kann Mitglied werden.

Dafür bekommt man kostenlosen Zugang zu den BNI Schulungen (Die sind zwar BNI Spezifisch, bringen aber viel im Unternehmen. z.B.: Netzwerken, Präsentation)

Für mich fällt dieser Bereich unter Kundenakquise. Würde ich es nicht machen, hätte ich weniger Kunden.

Gäste?

Jeder kann sich einfach und unverbindlich das ganze mal 'Live' anschauen. Dazu meldet er sich einfach bei einem Mitglied an und kann das nächste Treffen besuchen. Gäste (egal ob Unternehmer, Angestellter, Suchender, ...) sind jederzeit herzlich willkommen.

Jeder Gast hat auch selbst Zeit sich offiziell vorzustellen und zu Präsentieren. Immer genug Visitenkarten (50+) mitnehmen.

Natürlich wird man am ende des Treffens um eine Meinung gebeten. Man wird auch gefragt, ob man BNI Mitglied werden will. (Wachstum ist für die Gruppe sehr wichtig) Aber man kann das Treffen auch ohne 10 Jahres Bindung wieder verlassen :-) .

Ich ging zu einem Regionalen Besuchertag. An so einem Tag werden mehr als 50 Besucher eingeladen. Die Idee gefiel mir, aber die Zeit passte nicht. Erst ein halbes Jahr später passte es bei mir in der Firma und ich meldete mich.

Fazit?

Manchmal fällt es schwer am Dienstag so früh aufzustehen und zum Treffen zu fahren. Manchmal hat man auch ein schlechtes Gewissen, weil in dieser Woche wirklich nichts gegangen ist. Aber die Herzlichkeit und Freude beim Treffen ist einfach super.

Wichtig für mich ist auch die Hilfe untereinander. Einfach, unkompliziert und schnell. Man darf das ganze nicht auf die kleine Gruppe beschränken, sondern muss das große und ganze sehen. Auch ein Kontakt aus einer Gruppe in Wien/ Kärnten / Deutschland, kann eine große Hilfe sein.
Bestes Beispiel: Ein Architekt aus Deutschland baut in Waidhofen an der Ybbs ein Haus und braucht gute Referenzfotos. Über den Architekten aus meinem Team ist er dann zu mir gekommen.

 

Einfache Food Fotografie

Jun 272017

"Wir brauchen Hilfe! Ich bekomme vom Betreiber immer nur schlechte Handyfotos! Bitte fahr vorbei und mach das ordendlich!"

Das war die Arbeitsbeschreibung. Ein Gasthaus mit Zimmervermietung in schöner Lage.  In drei Stunden sollen Zimmer, Gasträume, Außenbereiche und Speisen fotografiert werden.

Das Setting war sehr einfach. Ein Parkettboden diente als Grundplatte und mit einem einzelnen Schirm und einem Systemblitz wurden die Speisen ins rechte Licht gerückt.

undefined

Ein einfacher Aufbau.

undefined

Das Ambiente soll eingefangen werden. Der Holzofen im Hintergrund und die beiden Karaffen in Vordergrund bilden eine Linie und sorgen für ein harmonisches Bild.

undefined

Nicht nur das Essen gehört fotografiert, sondern auch alles was dazugehört. Nur so kommt eine Stimmung auf. Aber ich muss es sagen. Neben diesen duftenden Ripperln kann man sich nur schwer aufs Fotografieren konzentrieren.

undefined

Der Teller mit den Tortellini gibt im ganzen aufgenommen nicht viel her. Die Farben - hellgelbe Nudeln auf weißem Porzellan auf weißem Tisch - da kann der Basilikum auch nicht mehr helfen. Im Detail kommen der Basilikum, der Parmesan und der Balsamico am Rand besser zur Geltung.

undefined

Die Pizzen wurden für das Shooting frisch im Holzofen gebacken. Die Hitze ist hier direkt spürbar.

undefined

Fertig angerichtet! Mit einem Glas Rotwein ideal. Später durfte ich mich sogar selbst von der Qualität der fotografierten Speisen überzeugen.

Und was sagt die Medienagentur dazu?

Die Fotos sind alle spitze! Also so macht weiteres Arbeiten dann auch wieder Spaß!

 

Rezension von Getreidemühlen Reisinger

Jun 202017

Es ist schön, wenn die Kunden den Service und die Qualität wertschätzen. Ideal, wenn man das noch schwarz auf weiß bestätigt bekommt.

Das Fotoshooting fand in der Mittagspause in der Wohnung von Herrn Reisinger statt. Das Studio wurde kurzerhand aufgebaut (Hintergrund und kleine Blitzanlage) und es ging los. Ein paar Outfitwechsel und schon hatte er genug Fotos für zukünftige Folder, Visitenkarten und ...

undefined

Lieber Roland!

Welcher Mensch fotografiert nicht gerne?

Es gibt die Gruppe,
die praktisch und schnell gleich mal das Handy zücken
- mit automatischer Lächelerkennung -
und schon ist das Bild "in Kasten".

Eine andere Gruppe,
leistet sich eine Kompaktkamera
und bemüht sich nach bester Möglichkeit,
Gesehenes Allerschönst festzuhalten.

Wieder andere,
kaufen sich eine dicke Spielgelreflex,
heute alles ja kein Geld mehr,
aber die Ergebnisse,
mehr als ein "na ja" werden auch die mir,
im Regelfall, nicht entlocken!

Und dann gibt es eine Spezies Mensch,
sagen wir Berufs-Fotografen dazu,
die können einfach wirklich gut fotografieren!

Und Du lieber Roland,
DU bist ein Berufungs-Fotograf,
bei Dir sieht alles so leicht aus, das Equipment ist überschaubar,
alles leicht zu tragen und kompakt, also NIX Auffälliges!

Aber: Deine Ergebnisse: DIE FALLEN AUF!

Danke!

Spreitzer Bau - Wir lassen euch nicht im Regen stehen!

Jun 072017

Wir lassen euch nicht im Regen stehen!

Hinter dieser Aussage steht der Chef von Spreitzer Bau persönlich. Eine Werbewand für den Radweg soll mit einem Plakat von Spreitzer Bau ausgestattet werden. Für den begeisterten Radler ist das selbstverständlich, dass auch er mit der Raddress drauf ist.
Mit Hilfe der Werbeagentur ISY-Media wurde das Konzept entworfen. Dazu muss aber jemand im Regen stehen.

Hintergrund und Blitzanlage wurden schnell aufgebaut. Innerhalb weniger Minuten stand das Studio.

Um den Spreitzer Chef ordentlich in den Regen zu bekommen legte Matthias Heigl (Chef von ISY-Media) direkt Hand an. Gartenschlauch war zu wenig. Ein Kübel Wasser zu viel. mit der Gießkanne konnten dann die richtigen Ergebnisse erzielt werden.

Ich lasse euch im Regen stehen. Und wenn wir den Regen erst holen müssen!

undefined

Dank des stabilen Regenschirms konnte es auch aus Kübeln schütten. Für das fertige Ergebnis wurde dann eine Gießkanne verwendet.

undefined

So sieht dann das fertige Bild von ISY-Media für den Druck aus.

Technische Fotomanipulation

Mai 302017

Technische Fotomanipulation

Was ist das?

Jeder kennt die 'normale' Fotomanipulation. Eine Person setzt sich mit einem Bild (in Gimp oder Photoshop) auseinander und verändert dort per Hand das Gesamtbild. Das Reicht von Helligkeitsanpassung über Retusche eines Gesichtes bis zu einer kompletten Neugestaltung des Bildes. In der Produktfotografie werden oft Produkte in Räumen dargestellt um zu sehen wie es fertig aussehen könnte. Im Falle eines Bodens muss eine Person aufwendig den Boden verlegen und dabei auf vieles aufpassen. Sollte nun das gleiche Bild mit einem anderen Boden sein, muss diese Prozedur wiederholt werden. Die Kosten pro Bild sind dabei sehr hoch.

Bei der technischen Fotomanipulation wird dem Computer beigebracht wie man den Boden richtig verlegt. In diesem Falle wird ein Bild vorbereitet, bei dem der Boden fehlt aber Lichteinfall, Schatten und Reflexionen richtig gestellt wurden. Dieser Aufwand muss einmal per Hand gemacht werden. 
Der Computer holt sich nun aus einem 'Holzlager' die fotografierten Stäbe, schneidet daraus die richtige Größe und beginnt den Boden nach Muster zu verlegen. Fugen, Helligkeitsunterschiede pro Verlegerichtung und vieles mehr kann hier automatisiert eingebaut werden. Danach verzerrt er den Boden richtig, damit er ins Bild passt.

Einmal gelernt kann der Computer diese Prozedur mit verschiedensten Holzarten, Verlegemustern und Bildern automatisiert wiederholen. Schnelle Computer können so eine Vielzahl von Bildern pro Stunde in Druckqualität ausrechnen.

undefined

Wofür kann es verwendet werden?

Diese Art der Photomanipulation kann für alle Oberflächen

  • Boden: Parkett, Laminat, Teppich, Fliesen, Steine
  • Wand: Fliesen, Tapete, Vertäfelung, Farben, Muster
  • Decke: Stuck, Muster, Tapeten
  • Außen: Steinmauern, Wege

verwendet werden.

Als Basis muss nur ein passendes Bild (Eigenes Foto oder von Stockagentur) vorliegen, bei dem das entsprechende Element getauscht wird.
Der Aufwand besteht in der Vorbereitung des Bildes und dem lernen des richtigen Verlegens. Wenn der Computer einmal eingestellt ist, kann er dann schnell und trotzdem qualitativ hochwertige Bilder am Fließband erstellen.

Vorteile für den Kunden?

Bei neuen Produkten ist es oft schwer zu geeignetem Fotomaterial für einen Katalog oder die Webseite zu kommen. Damit können neue Produkt schon in einer Vielzahl von Einsätzen getestet werden, ohne dass das Produkt überhaupt existiert. Oder es werden bereits während der Fertigung der Produktes bereits die Kataloge gedruckt.

Zusammengefasst:

  • Produktbilder vor Fertigung des eigentlichen Produktes (auch für Planungsphase)
  • Kataloge fertig bevor der Verkauf startet
  • Hochwertige Bilder zu niedrigen Preisen (Neue Muster können schnell berechnet werden. Keine Handarbeit notwendig.)
  • Viele Variationsmöglichkeiten

 

Der Fotograf unter Linux

Mai 302017

Linux für Fotografen

 Ob man nun als Hobby fotografiert oder damit sein Geld verdienen will. Für alle gilt das gleiche. Sie brauchen ein stabiles System um Ihre Fotos zu verarbeiten und zu speichern.
Der erste Gedanke ist bei vielen natürlich Photoshop. Ob gekauft oder gestohlen jeder braucht es. Aber stimmt das? Ich sage dazu nein.

Hier bauen wir mal gedanklich ein kleines System auf Linuxbasis auf um eine Alternative kennen zu lernen.

Das Linux

Die Überschrift ist eigentlich nicht korrekt, denn es gibt nicht 'das' Linux. Linux ist eine Plattform mit vielen Programmen und Funktionen. Für jedes Problem gibt es ein oder mehrere Programme. Eine Distribution (z.B. Ubuntu) kümmert sich um ein Startpaket und eine Vorauswahl der Programme. Man kann jederzeit neue Programme hinzufügen oder entfernen. Über den integrierten Softwaremanager geht das ähnlich wie beim Handy.

Datenspeicherung

Es werden immer mehr Fotos und die Dateigrößen werden immer höher. Wenn man in RAW fotografiert hat ein Bild schnell ~30MB. Wo speichert man die Bilder hin? Die Festplatte im Computer ist nicht der optimalste Platz, wenn die dann noch eine SSD ist, wird diese auch schnell zu klein. Eine Fehler im System und schnell sind alle Erinnerungen weg.

undefined

Ein eigener Server muss aber nicht unbedingt sein. Ich habe hier eine Synology neben mir stehen DS7xx oder DS9xx, je nachdem wie viel man speichern will. Dieses NAS bietet die Funktionen eines eigenen Servers ist aber dennoch so kompakt dass es überall hin passt und wenig Lärm macht.
Zwei Festplatten im RAID1 (Spiegelung) sollten es schon sein um wenigstens etwas Sicherheit zu haben. Eine USB Festplatte dazu für das Backup ist auch hilfreich. Die Synology dient dann auch gleich als Medienserver für den Fernseher und stellt auch noch viele andere Dienste bereit.

RAW-Entwicklung

Als führend wird hier Adobe Lightroom angegeben. Unter Linux läuft es nicht also schauen wir um Alternativen. Hier gibt es einige. Von UFRaw das sogar von der Commandline aus bedient werden kann, Raw Therapee und noch vielen andern.

Mein Favorit ist Darktable:

undefined

Es bietet einen schnellen Überblick über die Bilder, kann diese per Presets auch schnell entwickeln oder jedes einzelne durch eine vielzahl von Möglichkeiten ausarbeiten.
Für wiederkehrende Arbeiten habe ich ein Preset erstellt, dass die Basiskorrekturen erledigt. Dann schaue ich nochmal kurz über jedes einzelne Bild drüber. Helligkeit, Weißabgleich und Zuschnitt.
Für einmalige Aufträge werden je nach Lichtsituation einzelne Bilder ausgearbeitet und die Information auf die anderen übertragen. Danach noch eine Kontrolle und man ist so auch bei 1000 Bildern zügig fertig.

Bei vielen Bildern endet hier die Entwicklung. Weißabgleich, Objektivverzerrung, Belichtungskurve, Entrauschen, Vignettierung, Zuschnitt, Drehung, Perspektivenkorrektur, Farbkorrektur, Equilizer (Geiles Ding), Wasserzeichen, ... wird bereits in Darktable erledigt.

Pixelbearbeitung

Manchmal müssen störende Elemente aus einzelnen Bildern entfernt, Gruppenfotos zusammengeschnitten, Hintergründe ausgetauscht oder eine spezielle Retusche gemacht werden. Hier benötigt man ein Programm für Pixelmanipulation. Photoshop ist hier nicht die Wahl sondern GIMP.

 undefined

Gimp und Photoshop sind in der Funktion ähnlich. Das wichtigste ist der Aufbau in Ebenen. Sie vereinfachen viele Aufgaben und im Zusammenhang mit Masken können so einzelne Teile des Bildes geändert werden. Sehr viele Pinsel und mit GMic auch sehr viele Effekte stehen so für verschiedenste Aufgaben zu Verfügung.

Venedig - Urlaub mit der Kamera

Mai 292017

Venedig der Traum vieler Fotografen

Venedig ist eine bemerkenswerte Stadt. Alleine schon der Umstand dass hier keine Autos oder Lastwagen fahren, sondern der gesamte Verkehr (Post / Logistik / Baustellen / Personenverkehr) über das Wasser und damit durch die Kanäle läuft, macht diese Stadt so anders. Viele Gassen enden im Wasser. Manche Gebäude haben selbst Anlegestellen, oder sogar eine Garage für Boote.

Dass diese Stadt so anders ist ist auch für Fotografen sehr interessant, weil man hier alles neu entdecken kann.

Equipment

Die große Frage ist, wie viel nimmt man mit. Venedig erkundet man am Besten per Fuß. Somit rächt sich später jedes Kilo das man herumschleppen muss.
Die wichtigste frage für das Equipment ist, was will man fotografieren.
Unsere Idee war folgende: Am Morgen wird die Stadt erkundet. Hier wurde das Telefon als Fotoapparat genutzt. So kann man einfach und schnell viel von der Stadt sehen. Am späteren Nachmittag wurde dann die Kamera mitgenommen. Ein Objektiv drauf und ein zweites in der Tasche.
Was hatte ich also mit?

  • Die Kamera (Nikon Vollformat)
  • Sigma 12-24 - Das Ultraweitwinkel für die engen Gassen ideal.
  • Nikon 24-70 - Das moderate Allroundsystem. Dank Blende 2.8 gibt es selbst am Abend noch schöne Bilder
  • Nikon 70-200 - Die Details der Stadt. Ein Baum auf dem Dach, ein geschmücktes Fenster, ...
  • Stativ - Warum zum Teufel hatte ich das mit?
  • Akku, Reserveakku, Ladegerät
  • Handy mit OpenStreetmap (Offlinekarte) und Reserveakku zum nach hause finden.

Motive

Natürlich findet man überall Motive. Der Beste Tipp für Venedig ist: 'Get Lost!' Bei der großen Anzahl von kleinen Wegen und Abzweigungen ist das aber auch nicht schwer. Manchmal endet man in einer Sackgasse, wieder einmal am Canal de Grande, Auf einem Platz den man noch nie gesehen hat, wieder in den Menschenmassen oder doch einfach in einer weiteren Gasse.
Durch die Beleuchtung in Venedig mach das Fotografieren zur blauen Stunde besonders viel Spaß. Frei gehalten, auf dem Brückengeländer aufgelegt (Vorsicht), mit einem Beanbag oder doch einem Stativ gelingen so die besten Bilder.
Wenn alles nichts hilft, dann rauf mit dem ISO. Besser verrauscht als verwackelt.

Tipps

  • Wer will in den Dogenpalast? Wartet bis 14:00. Dann stellt sich keiner an. Warum? Keine Ahnung, aber laut dem Aufpasser dort sollten wir um 14:00 kommen. Und siehe da es hat funktioniert.
  • Wer nicht in einem Hotel wohnen will kann es bei AirBnB versuchen. Wir hatten ein wunderschönes Appartement in einem ruhigen Teil der Insel. Trotzdem war man in 10min auf der Rialto.
  • Keine Tickets für den Wasserbus. Nehmt ein 24h, 48h, 72h, ... Ticket.
  • Wenn zu viele Touristen da sind, einfach in die nächste Gasse abbiegen.
  • Vorsicht! Die Betrüger sitzen in den Geschäften! Ein Glasstift aus Muranoglas um 4€? Made in P.R.C -> China. In Burano werden Schals um 6€ (Yin Yan Jong Inport) verkauft.
  • Kauft keine : Rosen, Gucci Handtaschen, Spinner, Gadgets, Selfisticks von fliegenden Händlern. Wer von der Polizei erwischt wird, wenn er gefälschte Objekte kauft wird bestraft.
  • Auch wenn es nicht geht, Versucht wenigstens ein paar Worte Italienisch zu lernen. Schlimmstenfalls erntet Ihr einen Lachanfall, bestenfalls ein Lächeln eures Gegenübers.
  • Die Preise sind sehr Unterschiedlich. Spagetti von 6€-22€ je nach Lage des Geschäftes. Am Preis von den Eisständen konnte man sehr schnell ablesen ob man in einem Touristenbereich ist.

undefined

12mm f6.3 1/640 iso400

Einfach an einer Kreuzung im Abendlicht stehen bleiben und das Motiv wirken lassen. Einfach ein bisschen in den Kanal rein schauen (nicht ins Wasser, links oder rechts) und manchmal entdeckt ihr noch schönere Zugänge. Siehe nächstes Bild:

undefined

70mm f6.3 1/50 iso400

Ein paar Meter rechts, ein Hotel mit eigenem Steg. Ein Durchgang rahmt euer Bild und die verschiedenen Elemente geben dem Bild eine Tiefe.

undefined

70mm f6.3 1/250 iso400

Wer genau hinsieht, sieht: Ja. dreimal die gleiche Stelle, dreimal unterschiedlich fotografiert. Das Boot mit der roten Abdeckung ist auf jedem Bild zu sehen.

undefined

12mm f6.3 1/8 iso400

Bürgerspital: Soll ich mir ein Spital ansehen? Warum sitzt da einer so komisch als würde er Eintritt verlangen? Hier sehen die Spitäler sogar anders aus. Wenn man gerade weitergeht, kommt man zu den einzelnen Abteilungen. Links hinten ist sogar ein eigener Raum in dem ein Boot im Wasser steht. Notarztwagen !?!? Diese Halle musste ich im Weitwinkel fotografieren um Ihre Größe einfangen zu können.

undefined

36mm f20 30" iso200

Die Kamera lag hier auf einem Brückengeländer. Das was schief, wie man dem Bild entnehmen kann. Die geschlossene Blende f20 sorgt einerseits für den Strahlenkranz bei den Laternen und andererseits für die lange Belichtungszeit von 30 Sekunden. Dabei verwischen bewegte Elemente wie Wellen und Fußgänger. Die Boote lagen Still im Wasser und sind deshalb scharf.

undefined

24mm f5.6 6" iso160

Manche Motive werden durch eine Langzeitaufnahme noch detailreicher. Die Spiegelung der Brücke wäre nicht so gut erkennbar, wenn man die einzelnen Wellen gesehen hätte.

undefined

200mm f3.2 1/500 iso100

Ist die Sonne im Spiel, wird es schwieriger. Entweder ist das Motiv schön ausgeleuchtet, der Himmel aber überbelichtet (ausgebrannt) oder der Himmel ist schön, aber das Motiv säuft ab. Es hängt immer davon ab, was man eigentlich zeigen will. Hier habe ich mich für den Himmel entschieden. Die kräftigen Farben des Sonnenuntergangs (gelb-orange-rot) im Kontrast mit dem Blau des Umgebungslichtes. Ein Schritt nach links und die direkte Sonne wurde durch das Haus abgedeckt. Somit konnte auch noch etwas von der Umgebung aufgenommen werden.

undefined

24mm f10 30" iso50

Ich liebe Langzeitaufnahmen. Normalerweise ist dabei auch jegliche Dynamik futsch. Der Wasserbus der dabei durch das Bild fuhr bringt trotzdem wieder etwas Bewegung ins Bild. Hier direkt von der Rialtobrücke.

undefined

24mm f2.8 1/100 iso50

Auch andere Inseln haben Ihren Flair. Hier auf Ciemintero San Michele. Auch ein Friedhof kann ein Ort für besondere Bilder werden. Der Innenhof hat mich sofort angesprochen.

undefined

42mm f2.8 1/320 iso50

Burano. Diese Insel ist für Spitze und ihre bunten Häuser bekannt. Der Weißabgleich meiner Kamera verabschiedet sich. Solche Farben wird man bei uns nie sehen.

undefined

12mm f5.6 0.6" iso500

Natürlich muss auch ein Foto vom Markusplatz sein. Hier stand er wiedereinmal unter Wasser. Stellenweise waren ein paar cm Wasser, aber auch das genügt für wunderbare Fotos mit Spiegelung.

undefined

70mm f2.8 1/25 iso3200

Die Line 2 fährt von nähe Markusplatz wieder zum Markusplatz. Dabei umrundet es die Insel und kommt beim Bahnhof wieder in den Canal de Grande. Eine gute Möglichkeit sich einen kleinen Überblick zu verschaffen.

undefined

38mm f2.8 1/800 iso63

Diese Durchgänge sind der beste Rahmen für ein Bild. Wunderschön aber trotzdem eine Sackgasse. Wir müssen hier weiter links. Also wieder zurück. Für ein Foto war es aber trotzdem wert.

undefined

34mm f2.8 1/500 iso63

Es ist passiert. Wir haben uns verlaufen und sind in einer Sackgasse in der Nähe des Canals gelandet. Da hilft nur eins, wieder zurück. Hier an einem der schönsten Orte in Venedig sind keine Touristen.

Atom

Roland Schuller - EYE-Open.at